Gebete und Lieder aus aktuellem Anlass

 

 

  

 

 

 

Fürbittengebet vom Sonntag Judika (29. März)

 

Gott,

Wir leben in bewegten Zeiten und erfahren,
dass Gewohntes in Frage gestellt wird,
dass Lieferketten unterbrochen werden und Werke stillstehen.
Gott, wir sind voller Sehnsucht nach einer gerechteren Welt,
in der Menschenrechte und Umweltstandards gelten.

Wir bitten Dich für alle, die für uns da sind:
für die mutigen und ausdauernden Helferinnen,
für Pflegende, Ärzte, Verkäuferinnen
für alle Einsatzkräfte und Menschen in verantwortlichen Positionen.

Wir bitten dich, behüte alle mit denen wir verbunden sind – in der Nähe und in der Ferne.
Halte sie gesund, ihre Seele und ihren Körper.
Gott leite uns durch die kommende Zeit.
 

 

 

 

13. März 2020

Gebet aus Anlass der Corona-Pandemie

Ungewissheit und Angst erfüllen in diesen Tagen unsere Gedanken.
Wir sind in Sorge.
Wir sorgen uns um unsere Lieben.
Wir vertrauen sie deiner Fürsorge an.
Behüte und bewahre sie.
Wir sorgen uns um das Zusammenleben in unserem Land.
Wir schauen auf das, was kommen wird.
Wir sind hilflos.
Der Corona-Virus bedroht die Schwachen.
Wir vertrauen die Kranken deiner Fürsorge an.
Behüte und bewahre sie.

Wir bitten für die Sterbenden –
behüte sie und erbarme dich.
Wir bitten für die Jungen –
behüte sie und erbarme dich.
Wir danken dir für alle, 
die in Krankenhäusern und Laboren arbeiten.
Wir danken dir für alle,
die Kranke pflegen,
Eingeschlossene versorgen 
und sich um das Wohl aller mühen.
Behüte und leite sie.
Du bist unsere Hilfe und Stärke.
Behüte uns, bewahre uns und
erbarme dich. Amen.

 

 

 
 
 
 
 

Ein Gebet zu Psalm 34,8

(nach Doris Joachim)


„Jetzt, mein Gott, täten Engel gut.
An unserer Seite und um uns herum.
Denn wir brauchen Mut.
Und Phantasie.
Und Zuversicht.
Darum: Sende deine Engel.

Zu den Kranken vor allem. Zu den nach Luft schnappenden, den Sterbenden.
Und zu den Besorgten, den Geschockten, den Weinenden und den Trauernden. Überall.

Sende deine Engel zu denen, die anderen zu Engeln werden:
Ärztinnen und Pfleger,
Rettungskräfte und Arzthelferinnen,
alle, die nicht müde werden, anderen beizustehen.

Sende deine Engel zu den Verantwortlichen
in Gesundheitsämtern und Einrichtungen,
in Politik und Wirtschaft.

Und zu den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern
auf der Suche nach Heilmitteln und Impfstoffen.

Sende deine Engel auch zu denen,
an die jetzt kaum jemand denkt – jetzt in der Zeit des Virus:
Die Menschen auf der Straße,
die Armen,
die Geflüchteten in den Lagern in Griechenland
und im türkisch-griechischen Grenzgebiet.

Jetzt, mein Gott, tun uns die Engel gut. Du hast sie schon geschickt.
Sie sind ja da, um uns herum.
Hilf uns zu sehen, was trägt.
Was uns am Boden hält und mit dem Himmel verbindet,
mit dir, mein Gott.
Denn das ist’s, was hilft und tröstet.
Jetzt und in Ewigkeit. Amen.