Gemeinsames Läuten zum Vaterunser in Rendsburger und Büdelsdorfer Kirchen – jeden Sonntag um 10 Uhr!

 

Bis zum 19. April 2020 dürfen in unseren Kirchen keine Gottesdienste mehr gefeiert werden.

Als Kirche tragen wir die staatlichen Verbote aus christlicher Verantwortung heraus mit. Durch die Absage unserer Gottesdienste, Veranstaltungen und Gruppen wollen wir unseren Beitrag dazu leisten, die Infektionskette zu durchbrechen, um die Verbreitung des Virus zu verzögern. Denn kirchliches Handeln soll dem Leben dienen und es nicht gefährden. Bei allen Maßnahmen versuchen wir uns leiten zu lassen von der Grundhaltung der Nächstenliebe.

 Der Ausfall der Sonntagsgottesdienste trifft viele Menschen hart. Der Gottesdienst stärkt Seele und Geist und gibt Menschen die Möglichkeit, den Sonntag in der Gemeinschaft von Mitchrist*innen und in der Besinnung auf Gott und den Nächsten zu beginnen.

Zum Gottesdienst gehört immer auch das gemeinsame Gebet – das Tagesgebet, das Fürbittengebet und das Vaterunser. Vieles davon lässt sich in der gegenwärtigen Krise nicht weiter in gewohnter Weise in der Gemeinschaft der Gläubigen praktizieren. Doch es gibt andere Möglichkeiten, sich auch in diesen Wochen als Christ*innen im Glauben und im Gebet verbunden zu wissen.

Eine davon ist das gleichzeitige Beten des Vaterunsers von möglichst vielen Menschen in ihren Wohnungen und Häusern. Um dies zu verwirklichen, laden die Rendsburger und Büdelsdorfer Kirchengemeinden Christ*innen dazu ein, in den nächsten Wochen am Sonntag um 10 Uhr an ihrem jeweiligen Ort das Vaterunser zu beten – in dem Bewusstsein, dadurch im Gebet mit vielen anderen Christenmenschen verbunden zu sein. Um für dieses gemeinsame Gebet im „stillen Kämmerlein“ auch ein weit hörbares Zeichen zu setzen, läuten die sog. Vaterunser- oder Gebetsglocken unserer Kirchen an den kommenden Sonntagen zu dieser Zeit.

Die Glocken ermutigen uns Christ*innen gerade in Zeiten der Coronakrise zu dem Vertrauen, zu dem schon ein früher Christ seine Mitmenschen aufrief: „Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit“ (2. Timotheus 1,7).

Pastorin Claudia Heynen, Ev.-Luth. Kirchengemeinde St. Jürgen Rendsburg - für die Pastorinnen und Pastoren der Ev.-Luth. Kirchengemeinden St. Marien Rendsburg, Ev.-Luth. Christkirchengemeinde Rendsburg-Neuwerk, der Ev.-Luth. Kirchengemeinde St. Jürgen Rendsburg sowie der Ev.-Luth. Kirchengemeinde Büdelsdorf

 

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Hoffnungsläuten – Innehalten und Beten am Mittag

 

Halte inne, denk an das, was dich tröstet und stärkt.

Bitte für die Menschen, die Kraft brauchen!

 

Die Bischöfinnen und Bischöfe der Nordkirche rufen zu einer nordkirchenweiten Aktion auf.

In ganz Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern sollen mittags um 12 Uhr die Glocken läuten, als Zeichen der Hoffnung in schwerer Zeit.

 

Glocken rufen Christen seit vielen Jahrhunderten zum Gebet.

In dieser Zeit können sie zum Erinnerungsruf für alle werden, sich einmal am Tag Zeit zu nehmen, um in sich zu gehen und neue Hoffnung und Kraft zu schöpfen.

Die Glocken erinnern:  Es ist an der Zeit, sich zu besinnen auf das, was tröstet und stärkt und uns weiterträgt angesichts dieser globalen Krise.

Es ist gut, ein Ritual zu haben, das uns erinnert: Wir gehören zusammen!

Das uns fragt: Was ist jetzt wichtig?

 

Glocken erreichen die Ohren und Herzen sehr vieler Menschen auch bei Ausgangsbeschränkungen; auch, wenn sie einsam in Pflegeheimen und Krankenhäusern liegen; auch, wenn sie allein in ihren Wohnungen sitzen.

Sie wollen Verbundenheit stärken, Trost und Hoffnung spenden.

Die kürzeste Definition von Religion ist: Sich zurückbinden an das, was trägt und hält!

 

Weitere Informationen:

http://aktuell.nordkirche.de/

#hoffnungsläuten