Die älteste unserer Kirchen ist die St.-Marien-Kirche. Mitten in der Innenstadt gelegen, wird sie gerne außerhalb der Gottesdienste von vielen Menschen ob ihrer Bedeutung als Baudenkmal und wegen ihrer Kirchenkunst besucht oder einfach als Insel der Ruhe in der Hektik des Alltags. Das dies möglich ist, liegt an den Mitgliedern des Projekts "offene Kirche", und das Näherbringen des Gebäudes geschieht durch die ehrenamtlichen Kirchenführer/innen.

Das Kircheninnere der Marienkirche ist reich ausgestattet, obwohl zur Zeit der Reformation mehrere Nebenaltäre verschwanden. Den Hauptaltar, ein Meisterwerk des Holzschnitzers Henning Clausen, stiftete 1649 mit einem Kapital von 400 Goldtalern die aus Schleswig stammende Witwe Elisabeth Behling. Der Altar zeigt in seinem fünfstöckigen Aufbau mit Säulen und Reliefdarstellungen im unteren Mittelfeld die Kreuzigungsszene, darüber das Bild der Auferstehung, an den Seiten die Opferung Isaaks und die Taufe Christi.

An den Pfeilern im Innenraum fallen die kunsthistorisch wertvollen Epitaphien auf, die den hier bestatteten Bürgern, Amtmännern und Pastoren der Kirche gewidmet sind. Einige von ihnen stammen von dem Rendsburger Schnitzer Hans Peper, der auch die von Bürgermeister Hans Gude gestiftete Kanzel geschaffen hat, die außer Renaissancereliefs das Wappen seiner Familie aufweist. Als ältester Sakralgegenstand gilt das bronzene Taufbecken, das aus dem 14. Jahrhundert stammen soll und vielleicht auch schon aus der Vorgängerkirche übernommen wurde.

Eine Orgel des Orgelbauers Walcker begleitet seit 1972 musikalisch die kirchlichen Veranstaltungen. Im Jahre 1988 wurde eine Hillebrand-Orgel als Chororgel erworben.

Besonderen Wert besitzt die spätgotische Kreuzigungsgruppe, die heute im Ostteil des südlichen Seitenschiffes an der östlichen Außenwand zu finden ist.

Mit seinen 7 Glocken ist das mächtige und volltönende Geläute im gesamten Stadtgebiet zu hören.